ID: 7369   |  Autor: Lutz Bernard   |   veröffentlicht am: 26.06.2021   |   Hits: 54
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Wer überlebt in der Fittness-Branche nach den Lockdowns


Viele Deutschen haben Ihre Fittness nicht in Sport-Vereinen gesucht und gefördert sondern waren Mitglieder in Fittness-Clubs. Diese ware stets von allen Corona-Lockdowns betroffen und können, der wer und wie viele werden jetzt überleben?

Wer überlebt in der Fittness-Branche nach den Lockdowns?

Viele Deutschen haben Ihre Fittness nicht in Sport-Vereinen gesucht und gefördert sondern waren Mitglieder in Fittness-Clubs. Diese ware stets von allen Corona-Lockdowns betroffen und können - soweit sie es finanzielle bis heute überlebt haben - inzwischen aufgrund gesunkener Inzidenzzahlen wieder öffnen.

Ist Ihr Fittness-Center nicht mit bei den wiedereröffneten Centern?

Die Prognosen, die dazu auch Insider der Fittness-Branche abgegeben haben waren durchweg nicht allzu optimistisch. Die Berliner Tagesszeitung "Tagesspiegel" führte dazu unlängst ein interessantes Interview mit der Geschäftsführer der Fittnesskette "Fittness First", Herrn Johannes Maaßen.

Daraus hier einmal seine interessantesten Aussagen:

"Bei 62 Millionen analysierten Besuchen hat es im vergangenen Jahr in Europa gerade einmal 487 Corona-Infektionen gegeben, das ist eine Quote von 0,78. Wir haben das Infektionsrisiko im vergangenen Jahr auch speziell für unsere Clubs untersucht: Bei Fitness First waren es sogar nur 0,37 Infektionen auf 100.000 Besucher ...

Digitales Training kann das Training vor Ort nicht ersetzen. Wir haben in Hessen übrigens auch Neuabschlüsse. Die Menschen wollen trainieren, aber sie müssen sich sicher fühlen. Bei uns gilt daher: Safety first. Wir lassen unser Hygienekonzept von der Dekra regelmäßig überprüfen ...

... wir bieten den Mitgliedern auf Wunsch eine Beitragspause an. Sie müssen dann für die Zeit der Schließung nicht zahlen, der Vertrag verlängert sich aber um diese Zeit. Wer das will, kann das direkt selber auf der Website für jeden Schließungsmonat beantragen. Variante zwei: Die Mitglieder zahlen weiter und bekommen dafür ein Upgrade auf die höchste Clubkategorie, Gutscheine fürs Personal Training und für ihre Freunde ... Fast 60 Prozent der Mitglieder zahlen weiter ihre Beiträge. Wir sind natürlich froh darüber. Wir haben zwar einen finanzstarken Investor im Hintergrund, aber wir haben durch den Lockdown enorme finanzielle Einbußen. Das größte Problem ist, dass wir keine neuen Mitglieder gewinnen können. Eine Fluktuation ist in Fitnessstudios normal, Verträge laufen aus oder Menschen kündigen. Diese Verluste werden üblicherweise durch die neuen Mitgliedschaften ausgeglichen. Jetzt geht das nicht, gleichzeitig laufen unsere Fixkosten weiter. Wir haben derzeit 25 bis 30 Prozent weniger Mitglieder, das ist in der gesamten Branche so ...

In den USA hat jedes dritte Studio wegen Corona Insolvenz angemeldet, und ich gehe für Deutschland von einer ähnlichen Quote aus...".

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fitnessbranche-im-lockdown-ein-drittel-der-fitnessstudios-wird-nicht-ueberleben/27125732.html

Wenn sich diese Prognose bewahrheitet das jedes 3. Fitnessstudio schließt bedeutet dies wieder den Verlust vieler Arbeitsplätze in den Fitness-Ketten und gleichzeitig für deren Kunden im Zweifel auch stets neue und längere Wege zum neuen Fitnes-Standort.

Derzeit bestehen auch noch aktuelle Hürden für die Branche: Wer jetzt als Fitness-Center wiedereröffnet hat wartet vielleicht vergeblich auf alte und neue Gäste: Denn bundessweit haben bereits die Schulferien begonnen in denen jetzt wieder verreist werden kann. Auch hier wird erwartet das sich nach der Zeit der bundesweiten Lockdowns jetzt zum Ende der Schulferien bereits zeigt, wer seine Geschäfte und Filialen offen halten kann oder wer jetzt doch aufgeben muss.

Lutz Bernard, Ass. jur.
Autor und Insolvenz-Experte


© Lutz Bernard Berlin

Über den Autor

Lutz Bernard ist Volljurist und arbeitet als Online-Marketing Berater, Autor und Fach-Experte. Werdegang: Nach dem Abitur 1973 studierte er Rechtswissenschaften an der FU-Berlin und absolvierte 1980 das 1. und nach dem Referendariat das 2. Staatexamen 1983. Seit Mai 1983 war er als Rechtsanwalt und seit 1993 auch als Notar selbständig tätig.
Seit dieser Zeit befasste er sich auch mit der Aufbereitung und Veröffentlichung von juristischen Blogs, um allgemein Rechtssuchende und Interessierte zu verschiedenen Themen wie Vereinsgründung und Vereinsführung, aber auch Insolvenz-, Bau- und Internet-Recht online zu informieren. Gleichzeitig hat er sich auch auf dem Wissens-Portal „wer-weiss- was.de“ als Fachautor gezeigt, der viele von den Nutzern positiv bewertete Antworten auf gestellte Fragen in den Bereichen Vereins-Recht und Vereins-Organisation einstellte.

Er ist Co-Betreiber der Internet-Portale:
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Dort ist er als Fachautor mit vielen wertvollen Tipps und Informationen veröffentlicht worden. Inzwischen hat Lutz Bernard auch erfolgreich eine Zusatzausbildung als Trainer und Dozent bei der Berliner BTA-Akademie erworben. Details seiner Vita können Sie auch jederzeit online auf dem Portal LinkedIn einsehen.