Insolvenz Lufthansa


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Die deutsche Luftfahrtbranche hat mit der Insolvenz der damals zweitgrößten deutschen Airline, der Air Berlin, bereits im Jahr 2017 eine große Insolvenz erleben müssen: 3.500 Flugbegleiter und rund 1.200 Piloten verloren damals ihre fest geglaubten Arbeitsplätze mit der Firmen-Insolvenz.

Den Grossteil der ehemaligen Air berlin Flugzeuge und Start- und Landungsrechte sicherte sich damals der Konkurrent Lufthansa. Dieser kam jetzt jedoch durch den Stillstand der Passagierflüge im Rahmen der Corona-Pandemie in eine echte Stillstands-Situation und damit beobachten die Aktienhalter der Lufthansa ängstlich die Entwicklung ihrer Aktienkurse.

Mitte 2020 wurde sogar offen wegen laufender hoher Kosten aber pandemiebedingter 90-prozentiger Einnahmeverluste auch offen über eine Insolvenz der Lufthansa spekuliert.

Hier griff jedoch aus Verantwortung für die zu sichernden Arbeitsplätze die Bundesregierung mit einem Sonderkredit ein und verhinderte damit eine Insolvenz auch dieser Airline.

In der Lufthansa-Bilanz-Pressekonferenz für 2021 hörte sich die Jahresauswertung wieder leicht optimistisch an:

"...Die Zahlen zu den Bildern: 76 Prozent weniger Passagiere im Jahr 2020, 67 Prozent weniger Flüge, 63 Prozent weniger Umsatz (13,6 Milliarden Euro), ein Nettoverlust von 6,7 Milliarden Euro, ein negativer Cash-Flow von 3,7 Milliarden. Es sind die schlechtesten Zahlen, die jemals ein Lufthansa-Chef präsentieren musste nach einem Jahr, in dem die Bundesregierung das Unternehmen auf dem Höhepunkt der Krise im vergangenen Frühsommer mit einem Neun-Milliarden-Euro-Paket vor der Insolvenz retten musste....".

Quelle Lufthansa Jahresbilanz

In der Prognose rechnet die Konzernleitung der Lufthansa dann in 2021 mit einer nur sehr langsam ansteigenden Anzahl von Passagieren, jedoch bereits in 2022 wieder mit schwarzen Zahlen.

Eine Insolvenz der Lufthansa ist mit dieser Entwicklung dann endgültig abgewendet.

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Über den Autor

Lutz Bernard ist Volljurist und arbeitet als Online-Marketing Berater, Autor und Fach-Experte. Werdegang: Nach dem Abitur 1973 studierte er Rechtswissenschaften an der FU-Berlin und absolvierte 1980 das 1. und nach dem Referendariat das 2. Staatexamen 1983. Seit Mai 1983 war er als Rechtsanwalt und seit 1993 auch als Notar selbständig tätig.
Seit dieser Zeit befasste er sich auch mit der Aufbereitung und Veröffentlichung von juristischen Blogs, um allgemein Rechtssuchende und Interessierte zu verschiedenen Themen wie Vereinsgründung und Vereinsführung, aber auch Insolvenz-, Bau- und Internet-Recht online zu informieren. Gleichzeitig hat er sich auch auf dem Wissens-Portal „wer-weiss- was.de“ als Fachautor gezeigt, der viele von den Nutzern positiv bewertete Antworten auf gestellte Fragen in den Bereichen Vereins-Recht und Vereins-Organisation einstellte.

Er ist Co-Betreiber der Internet-Portale:
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Dort ist er als Fachautor mit vielen wertvollen Tipps und Informationen veröffentlicht worden. Inzwischen hat Lutz Bernard auch erfolgreich eine Zusatzausbildung als Trainer und Dozent bei der Berliner BTA-Akademie erworben. Details seiner Vita können Sie auch jederzeit online auf dem Portal LinkedIn einsehen.


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ID: 309   |  Autor: Lutz Bernard   |   veröffentlicht am: 11.04.2021   |   Hits: 170