Firmeninsolvenzen steigen im März 2023 deutlich an
Was haben der Autobauer in Köln, die Warenhauskette Galeria, Karstadt, Kaufhof und die Schuh-Einzelhandelskette Reno gemeinsam? Leider bauen alle derzeit Tausende von Arbeitsplätzen ab.
Wir haben deshalb auch auf unseren vorherigen Blog vom 23.03.2023 - wie stärken Sie vorsorglich den eigenen Kündigungsschutz - eine große Zahl von zustimmenden und dankbaren Zuschriften erhalten, danke dafür!
Jetzt im März 2023 liegen nunmehr die Anzahlen der neuen Firmen-Insolvenzanträge des 1. Quartals 2023 vor, und diese sind alarmierend:
"... Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist zuletzt gestiegen. Im März habe die Zahl der insolventen Personen- und Kapitalgesellschaften bei insgesamt 959 gelegen, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) mit Sitz in Halle am Donnerstag mit. Dies seien mehr als 15 Prozent mehr als im Februar und 24 Prozent mehr als im März 2022. Damit liege die Zahl nur noch knapp unter dem Niveau der Jahre vor Ausbruch der Corona-Pandemie, so die IWH-Experten ...
Die meisten Insolvenzen seien in Nordrhein-Westfalen (213) verzeichnet worden, hieß es. Im Ländervergleich seien die Zahlen in Schleswig-Holstein am stärksten gestiegen. Hier habe die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Monaten dieses Jahres um mehr als 60 Prozent über dem Mittelwert von 2022 gelegen. Für seine Analysen wertet das Institut eigenen Angaben zufolge die aktuellen Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Registergerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzkennzahlen betroffener Unternehmen.
Auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden erhebt Insolvenzzahlen. Mitte März gab die Behörde bekannt, dass die Amtsgerichte im vergangenen Jahr 14.590 Unternehmensinsolvenzen gemeldet hatten...".
Firmeninsolvenzen im 1. Quartal 2023 steigen deutlich
Mit Fakten muss man offen umgehen und darf diese nicht unbeachtet lassen. Genau deshalb hatten wir auch den Blog-Beitrag eingestellt, mit dem wir diverse Möglichkeiten aufzeigen konnten, wie man auch eigenständig seinen Arbeitsplatz vor einer drohenden Kündigung durch eine Verstärkung des Kündigungsschutzes selbst verstärken kann.
Derzeit überlegen wir auch bereits wegen der breiten Zustimmung dazu einen Fortsetzungs-Blog vorzubereiten.
Lutz Bernard, Ass. jur.
Autor und Insolvenz-Experte
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© Lutz Bernard Berlin
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Über den AutorLutz Bernard ist Volljurist und arbeitet als Online-Marketing Berater, Autor und Fach-Experte. Werdegang: Nach dem Abitur 1973 studierte er Rechtswissenschaften an der FU-Berlin und absolvierte 1980 das 1. und nach dem Referendariat das 2. Staatexamen 1983. Seit Mai 1983 war er als Rechtsanwalt und seit 1993 auch als Notar selbständig tätig. |
Dort ist er als Fachautor mit vielen wertvollen Tipps und Informationen veröffentlicht worden. Inzwischen hat Lutz Bernard auch erfolgreich eine Zusatzausbildung als Trainer und Dozent bei der Berliner BTA-Akademie erworben. Details seiner Vita können Sie auch jederzeit online auf dem Portal LinkedIn einsehen.